HTW Dresden-Pillnitz KammeyergartenSanierung einer denkmalgeschützen Gartenanlage

  • Ort
    Dresden-Pillnitz
  • Bauherr
    Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement Niederlassung Dresden II
  • Fertigstellung
    2018
  • Baukosten
    454.000 Euro
Foto © Max Reichenbach
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Planung

Der nach und zu Ehren von Hans Felix Kammeyer benannte und als Gartendenkmal geschützte Kammeyergarten ist als Lehrgarten Bestandteil der Außenanlagen der HTW in Dresden Pillnitz. Ziel der Planung war neben dem Erhalt und der sensiblen Weiterentwicklung der historischen Strukturen die denkmalgerechte Erweiterung der Anlage zu einem "Freilandlabor" und "Klimagarten". Der Garten fungiert als multifunktionaler Ort für Lehre und Forschung im Bezug auf Pflanzenverwendung, Ökosystemforschung, klimarelevante Prozesse des Wasserkreislaufs und der Leistung von Pflanzen.
Die Planung erfolgte dabei in sehr enger Zusammenarbeit mit dem Nutzer um die spätere Nutzung als Lehr- und Forschungsgarten zu gewährleisten.

Wiederherstellung der historischen Treppen und Wege mit Ergänzung der Flächenbeläge

Forschung Klimaanpassung

Foto © Max Reichenbach

Klimagarten

Entsprechend der wissenschaftlichen Tradition an diesem Standort ist die denkmalverträgliche Einordung von Anlagen für Forschung und Lehre umgesetzt. Als Beitrag zur Schonung ökologischer und finanzieller Ressourcen wurde eine umfassende Regenwasserbewirtschaftung mit der Speicherung und Nutzung des anfallenden Regenwassers im Gelände vorgesehen. Diese umfasst Rückhaltevolumen für Regenwasser und die Nutzung zur Nachspeisung des Teiches und Beregnungsanlagen der Pflanzungen. Mit Versuchsanlagen (Minilysimeteranlage) wird die Leistungsfähigkeit unterschiedlicher Pflanzentypen zur Klimaanpassung erforscht.

Foto © Max Reichenbach

Biodiversität und Landschaftsarchitektur

Der Kammeyergarten dient der Demonstration und Erforschung ökologischer Zusammenhänge. Hier werden langfristige ökologische Studien zur Biodiversität und Bioindikation durchgeführt. Zusammen mit dem Forschungsansatz dient er zur Demonstration von Pflanzen und Material in Beziehung mit Gestaltungsfragen der Landschaftsarchitektur und beispielhaften Techniken des Garten- und Landschaftsbaus. Ziel ist ein Miteinander historischer und zeitgenössischer Gestaltung und die Verbindung von gestalterisch-technischen mit ökologischen Themen.

Foto © Max Reichenbach
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Pflanzungen

Ergänzend zum Lehrgarten im Lindendreieck wurde in einer großen Arten- und Sortenvielfalt an Gehölzen, Stauden, Gräsern und Farnen gepflanzt. Die Auswahl von verschiedenen Sorten einer Pflanzenart soll das Vergleichen und Spezialisieren in der Pflanzenkunde befördern. Dabei stand im Vordergrund verschiedene Lebensbereiche abzubilden und die bestehende Bepflanzung einzubeziehen.

Foto © Max Reichenbach