Spielplatz Bastion Merkur

  • Ort
    Dresden-Innere Altstadt
  • Bauherr
    Landeshauptstadt Dresden, Amt für Stadtgrün und Abfallwirtschaft
  • Fertigstellung
    2010
  • Baukosten
    475.000 Euro
Foto © May
Foto © Henning Seidler
Foto © Henning Seidler

Planung

Bestand

Die vorhandene Vegetation aus alten Bäumen, Sträuchern und modellierten Rasenflächen bildet den Rahmen für Spielbereiche und extensive Aufenthaltsflächen aus wassergebundener Wegedecke, Asphaltbändern, Sand, Kies und Holzpflaster. Der Erhalt des Vegetationsbestandes, die Entsiegelung der Flächen in Ergänzung mit Regenwasserversickerung sind ein spürbarer Beitrag zur Verbesserung des Stadtklimas.

Geschichte

Die historisch belegte Lage der Bastion Merkur als Teil der Stadtfestung aus dem 17. Jahrhundert, erneuert von Kurfürst August dem Starken, offeriert als „Spielbastion“ einen Einblick in die Entwicklung der Dresdner Stadtgeschichte. Die streng geometrische Form einer Bastion wird in abstrahierter Art und Dimension für alle Generationen weiterentwickelt. Städtebaulich suggeriert die Holzkonstruktion das historische Volumen und verbindet durch langgestreckte Sitzmauern und Sitzbänke die Anlage mit dem angrenzenden Stadtraum. Eine künstlerisch gestaltete Skulptur des Götterboten Merkur vermittelt Nähe zur Geschichte des Ortes und trägt diese in die jungen Generationen weiter.

„Grüne Insel“

Inmitten der Dresdner Innenstadt wurde die Park- und Spielanlage „Bastion Merkur“ eröffnet. Eine „Grüne Insel“ innerhalb befestigter Flächen und moderner Bebauung. Zwischen Gewerbe- und Wohnbauten entstand ein naturnaher, nachhaltiger Freiraum in Ergänzung zu Stadtplätzen und Fußgängerzonen. Ein Ort der Überraschung, des Verweilens und der lebendigen Stadtgeschichte.

Entwurf

In Anlehnung an Terrassen, Kasematten und Gewölbe wurden altersübergreifend vielfältige Spielfunktionen mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden und Ausstattungselemente wie Aussichtsplattformen, Gänge, Rampen und Leitern auf drei Höhenebenen, drei Rutschen, acht Schaukeln, schwingende Kletterebenen an Seilen, ein Trampolin, Sandspielbereich, Rollerbahn, Veranstaltungsplatz sowie Sitzmöbel geschaffen.

Dieser „Freiraum“ stärkt die Funktionsvielfalt und Familienfreundlichkeit der Innenstadt für alle Alters- und Nutzungsgruppen. Mit dem Engagement der „Nachbarn“ aus Läden und Cafés wird der Ort intensiv genutzt. Gleichzeitig werden Standort-Symbiosen gebildet. Die klare Gestaltung und farbige Beleuchtung schaffen bis in die Nachtstunden hinein einen attraktiven und sicheren Ort und Spielbereich.

Weitere Eindrücke

Foto © Henning Seidler
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